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© Albrecht Imanuel Schnabel
© Albrecht Imanuel Schnabel
© Albrecht Imanuel Schnabel

Holztechnikum Kuchl

Das Holztechnikum Kuchl (HTL, Fachschule, Internat, Werkmeisterschule) bietet eine in Europa einzigartige Ausbildung in Kombination aus Holz/Technik, Wirtschaft und Sprachen.
Das Bauvorhaben wurde in 2 Bauetappen schrittweise realisiert – vorerst konzentrierten sich die Bautätigkeiten auf den nördlichen Neubau des L-förmigen Gebäudes, um den laufenden Schulbetrieb ohne Ersatzbaumaßnahme (Ausweichquartier) weiterführen zu können. In der zweiten Bauetappe wurde der bestehende Ost Trakt entkernt und mit vorgefertigten Fassadenelementen und entsprechendem Innenausbau ergänzt.
Die räumliche Struktur sollte einen möglichst flexiblen Wechsel zwischen den  verschiedenen Lernformen wie Einzelarbeit, Gruppenarbeit oder auch Frontalunterricht ermöglichen. So sind die Klassen und Gruppenräume in einem räumlichen Verbund organisiert und der „Lehrwerkstoff“ Holz im konstruktiven Holzbau allgegenwärtig erleb- und spürbar.

Der als Niedrigenergiehaus konzipierte Baukörper ist konsequent als Holzbau mit Ausnahme des Sockelbereichs ausgeführt. Das stringente Konstruktionsraster des Holzbaus sowie sämtliche Decken- und Wan­delemente sind als sichtbare Massivholzbauteile ausgeführt.

Die breiten Fensterrahmen und die vertikalen Holzlamellen charakterisieren die Fassaden. Die Holzrahmen bilden dabei das Tragwerk und integrieren zusätzlich die Verglasungen, den Sonnenschutz und Sitzmöglichkeiten im Inneren.

Projektkenndaten

Bauherr Holztechnikum Kuchl
Architekt LP architektur ZT GmbH, Altenmarkt
Mitarbeiter/innen Fritz Schenner, DI Hannes Sampl
Tragwerksplanung Bauingenieure/Lackner/Egger ZT GmbH, Villach
Brandschutz Eichinger Gerhard Ing. Brandschutz u. Sicherheitsplanung, Kuchl
Bauphysik Zwittlinger & Spindler Engineering OG, Salzburg
Technische Gebäudeausrüstung Raumklima Planungs GmBH, Mondsee | e+ Engineering GmbH, Altenmarkt
Fertigstellung 2014

Ausführende Firmen und Kosten

Baumeisterarbeiten | Rohbau Kreuzberger Bau Salzburg GmbH, Salzburg
Holzbau Appesbacher Zimmerei. Holzbau. GmbH, Abersee
Bauzeit August 2012 – Jänner 2014
M2 Kosten bezogen auf BGF (gem. ÖN B 1801) 1.510 €/m² (Bauwerkskosten)
M3 Kosten bezogen auf BRI (gem. ÖN B 1801) 391 €/m³ (Bauwerkskosten)

Technische Kenndaten

Bruttogeschoßfläche BGF (nach DIN 277) 2.203 m² (inkl. UG)
Bruttorauminhalt BRI (nach DIN 277) 8.502 m³ (inkl. UG)
Nutzfläche 1.751 m² (inkl. UG)

Gebäudehülle U-Werte

Außenwand 0,16 W/m²K
Dach 0,11 W/m²K
Fenster 0,80 W/m²K

Bauweise

Außenwände Brettsperrholzwände mit vorgesetzten Dämmelementen und vorgehängter, hinterlüfteter Holzfassade
Decken Brettsperrholzdecke
Dach Brettsperrholzdecke mit Warmdachaufbau
Gebäudeklasse  GK 4

Bauteilfügungen


Aussenwand–Flachdach/Flachgeneigtes Dach

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Brettsperrholzwände mit Brettschichtholzstützen und Brettschichtholzträgern
    Sichtoberflächen
  • Außen: hinter-/belüftete Bekleidung mit Holzlamellen
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Dach

  • Brettsperrholz mit abgehängter Akustikdecke
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Informationen zum Montageablauf

  1. Aufstellen der Außenwände aus Bettsperrholz
  2. Auflegen der Brettschichtholzträger
  3. Auflegen des Dachelements aus Brettsperrholz
  4. Eingelegte Folie luftdicht verkleben
  5. Montage des Attikaelements
  6. Aufbringen der (Not) Abdichtung
  7. Montage der Konstruktionshölzer und Einsetzen der Fassadendämmung
  8. Montage der Holzfaserplatte/MDF
  9. Aufbringen der diffusionsoffenen Fassadenbahn
  10. Teilmontage Fassade
  11. Montage der Fassade und Befestigung der Lamellen
  12. Unterkonstruktion Verblechung
  13. Montage Blechelemente
  14. Aufbringen der Dachdämmung und Dachabdichtung
  15. Montage Attikablech
  16. Aufbringen der Bekiesung
  17. Montage der abgehängten Decke - Akustikpaneel

Aussenwand–Decke

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Brettsperrholzwände mit Brettschichtholzstützen und Brettschichtholzträgern
    Sichtoberflächen
  • Außen: hinter-/belüftete Bekleidung mit Holzlamellen
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Geschossdecke

  • Brettsperrholz, innen sichtbar belassene Untersicht, im Randbereich abgehängte Akustikpaneele
  • Nassestrich ⁄ Heizestrich sowie schwere Schüttung
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Informationen zum Montageablauf

  1. Aufstellen der Außenwände aus Bettsperrholz
  2. Auflegen der Brettschichtholzträger
  3. Auflegen der Brettsperrholzdeckenelemente, Verschraubung mit Außenwandelement
  4. Eingelegte Folie luftdicht verkleben
  5. Auflegen der Brettschichtholzträger auf die Brettsperrholzdecke
  6. Aufstellen der Außenwandelemente
  7. Luftdichte Verklebung der Wand-Deckenstöße
  8. Montage der Konstruktionshölzer und Einsetzen der Fassadendämmung
  9. Montage der Holzfaserplatte/MDF
  10. Aufbringen der diffusionsoffenen Fassadenbahn
  11. Teilmontage Fassade
  12. Montage der Tropf- und Trennbleche
  13. Montage der Fassade und Montage der Lamellen
  14. Einbringen des Fußbodenaufbaus
  15. Montage der abgehängten Decke - Akustikpaneel

 

 

 

 

 

Aussenwand-Sockel

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Brettsperrholzwände mit Brettschichtholzstützen und Brettschichtholzträgern
    Sichtoberflächen
  • Außen: hinter-/belüftete Bekleidung mit Holzlamellen
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

 

 

Informationen zum Montageablauf

  1. Vorbereitung: Bodenplatte mit Feuchtigkeitssperre
  2. Ausrichten Kantholz auf Mörtelbett
  3. Montage Brettschichtholzträger
  4. Aufstellen Brettsperrholzelement
  5. Luftdichte Verklebung Bodenplatte-Wand
  6. Montage der Konstruktionshölzer und Einsetzen der Fassadendämmung
  7. Montage der Holzfaserplatte / MDF
  8. Aufbringen der diffusionsoffenen Fassadenbahn
  9. Montage Sockeldämmung und Sockelelement
  10. Montage der Tropf- und Trennbleche
  11. Montage der Fassade und Montage der Lamellen
  12. Einbringen des Fußbodenaufbaus

Die Abbildungen stellen einen Planungsvorschlag dar. Anwendbarkeit, Vollständigkeit und Übereinstimmung mit dem jeweiligen Stand der Technik sind eigenverantwortlich zu prüfen. Der Planungsvorschlag ersetzt keinesfalls projektbezogene planerische Detailvorgaben.