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© Stefan Müller-Naumann
© Stefan Müller-Naumann
© Stefan Müller-Naumann

Wohnhaus am Dantebad, DE

Wir brauchen mehr günstigen Wohnraum – und das schnell!
Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „Parkplatzüberbauung am Dantebad“ entwickelt.
Um die meisten der vorhandenen Parkplätze auf dem Grundstück erhalten zu können, wird zunächst eine Konstruktion aus Stahlbetonstützen und Unterzügen gebaut, auf der dann die eigentliche Wohnbebauung als Holzkonstruktion errichtet wird. Das Haus berührt nur mit zwei Treppenhäusern und den beiden Kopfbauten, in denen Technik, Lager und Müllräume untergebracht sind, den Grund.
Die Wohnungen (1 und 2 ½ Zimmer) werden von den Treppenhäusern aus über Laubengänge erschlossen. Als zusätzliches Angebot für die Bewohner gibt es Gemeinschaftsräume, ein Waschcafé und eine schöne Dachterrasse.
Die Stahlbetonkonstruktion wird in Ortbetonbauweise hergestellt. Der Holzbau jedoch wird mit hohem Vorfertigungsgrad errichtet. Wand-, Decken-, und Fassadenelemente mit weitestgehend fertigen Oberflächen sowie die vollständig installierten Bäder führen dazu, dass die für die Montage auf der Baustelle benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert werden kann.
Auch das äußere Erscheinungsbild weist das Gebäude als Holzbau aus. Die differenziert gestalteten Fassaden mit Rahmen und Füllungen aus sägerauem Holz machen den Bauprozess nachvollziehbar und verleihen dem Gebäude einen ruhigen und disziplinierten Rhythmus. Aufgrund des städtischen Kontexts werden die Fassaden farbig gefasst und fügen sich so ganz selbstverständlich in das städtische Umfeld ein.

Projektkenndaten

Bauherr GEWOFAG Wohnen GmbH
Architekt Florian Nagler Architekten, München
Mitarbeiter/innen Tobias Pretscher, Patrick Fromme, Benedikt Rauh
Tragwerksplanung Holzbau Ingenieurbüro Franz Mitterer-Mang, Waldkraiburg
Tragwerksplanung Stahlbeton
r.plan GmbH, Büro für Bauplanung, Chemnitz
Technische Gebäudeausrüstung/EnEv Ingenieurbüro für Bauphysik Horstmann + Berger, Altensteig
Haustechnik Ingenieurbüro Scheerer,  Bad Reichenhall
Elektroinstallationen EBB GnbH, Blankenheim
Brandschutz PHIplan, Grabenstätt/Winkl
Fertigstellung
2016

 

 




Ausführende Firmen und Kosten

Baumeisterarbeiten | Rohbau E. Hönninger GmbH & Co. Bauunternehmung KG, Kirchseeon
Holzbau Huber & Sohn GmbH & Co. KG, Bachmehring
Bauzeit Juni 2016 – Dezember 2016

Technische Kenndaten

Bruttogeschoßfläche BGF (nach DIN 277) A: 4630 m²/ B: 722m²/ C: 625m²
Bruttorauminhalt BRI (nach DIN 277) A: 14008m³/B: 2157m²/C: 192 m³
Nutzfläche 1-7: 3.540 m²
Hüllfläche 5543 m²
A/V Verhältnis 0,43

Gebäudehülle U-Werte

Außenwand
(Ost und West)
0,22 W/m²K
Außenwand
(Nord und Süd)
0,19 W/m²K
Dach 0,13 W/m²K
Decke über unbeheiztem EG 0,20 W/m²K
Fenster 1,00 W/m²K

Bauweise

Außenwände vorgefertigte Holzrahmenelemente (Holztafelbau) mit Gefachdämmung aus Mineralwolle
tragende Innenwände und Decken Brettsperrholz (wohnungsgroße Brettsperrholzelemente) auf Tragkonstruktion aus Stahlbetonstützen und -unterzügen)
Gebäudeklasse  GK 4
Energetischer Standard EnEv 2016
Jahresprimärenergiebedarf 10,59 kWh/m²a
Einsatz regenerativer Energie  Fernwärme

Bauteilfügungen


Aussenwand–Decke

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Vorgefertigtes Holzrahmenelement, tragend
  • Innen: keine Installationsebene, 2x18mm GKF
  • Außen: hinter-/belüftete Bekleidung
  • Vorfertigungsgrad: sehr hoch (alle Schichten)

Geschossdecke

  • Brettsperrholz, Industrie-Sichtqualität, innen sichtbar belassene Untersicht
  • Nassestrich ⁄ Heizestrich sowie schwere Schüttung
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Informationen zum Montageablauf

  1. Montage der vorgefertigten Holzrahmen-Außenwände
  2. Auflegen der Brettsperrholzdeckenelemente, Verschraubung mit Holzrahmenelement
  3. Eingelegte Folie luftdicht verkleben
  4. Aufstellen der oberen vorgefertigten Holzrahmen-Außenwände
  5. Ergänzen der Fassade im Stirnbereich Decke; Verklebung der diffusionsoffenen Fassadenbahn
  6. Montage der Innenwandbekleidung
  7. Einbringen des Fußbodenaufbaus

 

 

 

 

 

Die Abbildungen stellen einen Planungsvorschlag dar. Anwendbarkeit, Vollständigkeit und Übereinstimmung mit dem jeweiligen Stand der Technik sind eigenverantwortlich zu prüfen. Der Planungsvorschlag ersetzt keinesfalls projektbezogene planerische Detailvorgaben.