Springe zum Inhalt
©Simon Oberhofer
©Simon Oberhofer
©Simon Oberhofer

Wohnungsbau Max-Mell-Allee, Graz, AT

Die Anforderungen dieses speziellen Ortes führen zu einer kompakten Gebäudeform. Als bestimmendes Merkmal wird das Gebäude als Angelpunkt verstanden.

Die Gebäudegeometrie lässt die äußeren Ecken etwas von den Grundstücksgrenzen abrücken. Dadurch öffnen sich zwei Bereiche am Grundstück zu den angrenzenden Nachbarn. Es entsteht einerseits das tiefergelegene südseitige Ankommen, das die offizielle Adresse bildet, andererseits der höher gelegene Grünraum im Osten. Diesem Grünraum zugeordnet liegt der Gemeinschaftsraum.

Die Erschließung erfolgt über den gemeinsamen Innenhof. Sämtliche Wohnungen sind „durchgesteckt“ und somit 2-seitig belichtet und belüftbar. Rundum sind den Aufenthaltsräumen großzügige Loggien und Balkone vorgelagert. Durch die 2-seitige Orientierung entstehen zwei Außenbereiche mit unterschiedlichen Freiraumqualitäten. Nach innen das soziale Zentrum, nach außen helle, private Freiflächen mit Blick ins Grüne.

Die sternenförmig angeordnete Schottenbauweise mit Achsabständen bis zu sechs Metern ergibt die optimale Spannweite für das tragende System in Holzmassivbauweise. Die Wohnungsgrundrisse liegen ident übereinander und ermöglichen so ein ökonomisches Tragsystem und eine effiziente Leitungsführung für gebäudetechnische Installationen. Dadurch erlaubt das System Wandscheiben, die im Wohnungsinneren in Holz-Sicht-Qualität belassen werden können und eine statisch nicht wirksame Fassade mit großzügigen Öffnungen.

Projektkenndaten

Bauherr:in Gem. Wohn- u. Siedlungsgenossenschaft Ennstal, reg. Gen.m.b.H., Liezen
Architekt:innen Nussmüller Architekten ZT GmbH, Graz
Mitarbeiter:innen DI Jakob Kocher
Tragwerksplanung DI Josef Koppelhuber, Rottenmann
Bauphysik, Schallschutz rosenfelder & höfler consulting engineers, Graz
Technische Gebäudeausrüstung Bierbauer & Partner GmbH, Birkfeld
Elektroplanung IB STENGG GmbH, Knittelfeld
Fertigstellung 2018

Ausführende Firmen und Kosten

Baumeisterarbeiten | Rohbau

Strobl Bau - Holzbau GmbH, Weiz

Holzbau

Strobl Bau - Holzbau GmbH, Weiz

Bauzeit 2017 - 2018

Technische Kenndaten

Bruttogeschoßfläche BGF (nach DIN 277)

3261 m²

Bruttorauminhalt BRI (nach DIN 277) 11250 m³
Nutzfläche 2500 m²
Hüllfläche 4271 m²
A/V Verhältnis

0,38

Anzahl der Wohneinheiten 38
Grundstücksgröße 2722 m²

Gebäudehülle U-Werte

Außenwand 0,156 W/m²K
Dach 0,086 W/m²K
Fenster 0,87 W/m²K

Bauweise

Tragstruktur

sternenförmig angeordnete Schottenbauweise (Brettsperrholz)

Außenwände Holzrahmenbau (hinterlüftet)
Innenwände Brettsperrholz
Decken Brettsperrholz
Dach Brettsperrholz, extensiv begrünt
Balkon Stahlkonstruktion
Erschließung Treppenhauskern (Brettsperrholz), Laubengang Hof (Stahlbeton)
Gebäudeklasse GK 4
Energiekennwert 25,33 kWh/m² im Jahr

Bauteilfügungen


Aussenwand–Flachdach/Flachgeneigtes Dach

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Tragendes, vorgefertigtes geschlossenes Holzrahmenelement bis Fassadenbekleidung
  • Innen: Gedämmte Vorsatzschale mit 15mm Gipskartonplatte (vor Ort montiert)
  • Vorfertigungsgrad: sehr hoch, Holzrahmenelemente inkl. Beplankung und Fassadenkonstrution, ohne Vorsatzschale

Dach

  • Brettsperrholzelement
  • Innen: abgehängte, gedämmte Decke auf Schwingbügel mit 15mm Gipskartonplatte beplankt
  • Außen: Dampfbremse mit Alueinlage (Notabdichtung), Dämmung und Gefälledämmung, Dachabdichtung und extensive Dachbegrünung mit Randkiesstreifen
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Vordachkonstruktion/Attika

  • vorgesetzte Stahlkonstruktion, Brettperrholzelement, 3-Schichtplatte, Dachabdichtung

Informationen zum Montageablauf

  1. Montage der vorgefertigten geschlossenen Holzrahmen-Außenwandelemente
  2. Auflegen der Brettsperrholzelemente
  3. Dampfbremsefolie der Wand mit den Brettsperrholzelementen luftdicht vekleben
  4. Aufbringen der Dampfbremse mit Alueinlage (Notabdichtung)
  5. Aufbringen der 3-Schichtplatte auf der Balkon-Stahlkonstruktion (hier nicht dargestellt) zur Ausbildung der Entwässerungsrinne
  6. Ergänzen der Dämmung im Deckenbereich, inkl. der äußeren wasserführenden Schicht/winddichte Ebene
  7. Aufbringen der Dachdämmung, Dachabdichtung und Dachbegrünung/-bekiesung, inkl. Anschlussarbeiten an Rinnenkonstruktion
  8. Montage der Vorsatzschale der Außenwand
  9. Montage der abgehängten Decke

 

 

Aussenwand–Decke

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Tragendes, vorgefertigtes geschlossenes Holzrahmenelement bis Fassadenbekleidung
  • Innen: Gedämmte Vorsatzschale mit 15mm Gipskartonplatte (vor Ort montiert)
  • Vorfertigungsgrad: sehr hoch, Holzrahmenelemente inkl. Beplankung und Fassadenkonstrution, ohne Vorsatzschale

Geschossdecke

  • Brettsperrholzelement
  • Innen: abgehängte, gedämmte Decke auf Schwingbügel mit 15mm Gipskartonplatte beplankt
  • Fußbodenaufbau: Bodenbelag auf Nassestrich, Trittschalldämmung sowie Schüttung (siehe Aufbau)
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Informationen zum Montageablauf

  1. Montage der vorgefertigten geschlossenen Holzrahmen-Außenwandelemente
  2. Auflegen der Brettsperrholzelemente
  3. Dampfbremsfolie der Wand mit Brettsperrholzdecke luftdicht verkleben
  4. Aufstellen der oberen vorgefertigten Holzrahmen-Außenwandelemente
  5. Dampfbremsfolie der oberen Wand mit Brettsperrholzdecke luftdicht verkleben
  6. Ergänzen der Dämmung im Geschossdeckenbereich, inkl. der äußeren wasserführenden Schicht/winddichte Ebene
  7. Aufstellen der Balkon-Stahlkonstruktion und Brettsperrholzelementen, inkl. Hochführen der Abdichtungsbahn über die äußere wasserführende Schicht/winddichte Ebene der Außenwand (hier nicht dargestellt, siehe Schnittdarstellung)
  8. Montage der Opferschalung im Sockelbereich des Balkons
  9. Montage der Vorsatzschale der Außenwand
  10. Einbringen des Bodenaufbaus (gem. Darstellung 2D)
  11. Montage der abgehängten Decke

 

 

Trennwand-Decke

Vergleichbare Aufbauten

Trennwand

  • 2-schalige Brettsperrholzwand
  • beidseitige Vorsatzschale, gedämmt (mit Luftschicht/Mineralwolle) und 15mm Gipskartonplatte beplankt (vor Ort montiert)
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

Geschossdecke

  • Brettsperrholzelement
  • Innen: abgehängte, gedämmte Decke auf Schwingbügel mit 15mm Gipskartonplatte beplankt
  • Fußbodenaufbau: Bodenbelag auf Nassestrich, Trittschalldämmung sowie Schüttung (siehe Aufbau)
  • Vorfertigungsgrad: gering, Brettsperrholz abgebunden

 

 

Informationen zum Montageablauf

  1. Aufstellen der unteren Brettsperrholzwände, inkl. der einseitig angebrachten Mineralwolledämmung (Zwischendämmung)
  2. Auflegen der Brettsperrholzdeckenelemente, inkl. der stirnseitigen luftdichten Abklebung
  3. Luftdichte Abklebung zwischen Brettsperrholzwänden und -decken
  4. Aufstellen der oberen Brettsperrholzwände, inkl. der einseitig angebrachten Mineralwolledämmung (Zwischendämmung)
  5. Luftdichte Abklebung zwischen Brettsperrholzwänden und -decken
  6. Montage der Vorsatzschale
  7. Einbringen des Bodenaufbaus (gem. Darstellung 2D)
  8. Montage der abgehängten Decke

Aussenwand-Sockel

Vergleichbare Aufbauten

Aussenwand

  • Tragendes, vorgefertigtes geschlossenes Holzrahmenelement bis Fassadenbekleidung
  • Innen: Gedämmte Vorsatzschale mit 15mm Gipskartonplatte (vor Ort montiert)
  • Vorfertigungsgrad: sehr hoch, Holzrahmenelemente inkl. Beplankung und Fassadenkonstrution, ohne Vorsatzschale

Sockel

  • Betonsockel
  • Bituminöse Bauwerksabdichtung
  • Perimeterdämmung

 

 

Informationen zum Montageablauf

  1. Vorbereiten des Stahlbetonsockels einschließlich Bauwerksabdichtung und Perimeterdämmung
  2. Aufbringen des Quellmörtels
  3. Montage der Holzrahmen-Außenwandelemente
  4. Anschluss der Fassadenbahn zur Bauwerksabdichtung
  5. Luftdichte Abklebung zwischen Holzrahmenbauwände mit der innenseitigen Sockelabdichtung
  6. Ergänzung der Perimeterdämmung im Sockelbereich
  7. Anbringen des Schutzbleches im Sockelbereich
  8. Montage der Opferschalung
  9. Montage der Vorsatzschale der Außenwand
  10. Einbringen des Fußbodenaufbaus (gemäß 2D-Darstellung).

 

 

 

Die Abbildungen stellen einen Planungsvorschlag dar. Anwendbarkeit, Vollständigkeit und Übereinstimmung mit dem jeweiligen Stand der Technik sind eigenverantwortlich zu prüfen. Der Planungsvorschlag ersetzt keinesfalls projektbezogene planerische Detailvorgaben.