Die Anforderungen an den modernen Holzbau sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen - sowohl im Hinblick auf die Komplexität der Bauprojekte als auch auf die gesetzlichen, technischen und qualitativen Rahmenbedingungen. Eine zentrale Herausforderung liegt in der frühzeitigen, unmissverständlichen und klaren Definition von Gewerkeschnittstellen, die in der Praxis häufig unzureichend abgestimmt sind. Dies führt nicht selten zu Planungsfehlern, Ausführungsmängeln, Verzögerungen sowie finanziellen Streitigkeiten.
Dieser Leitfaden setzt genau hier an. Er verfolgt das Ziel, durch eine interdisziplinäre, gewerkeübergreifende Planung und klare Schnittstellendefinitionen den Holzbau sicher, effizient, qualitativ hochwertiger und ohne Mehrkostenanforderungen zu gestalten. Eine frühzeitige Koordination aller Projektbeteiligten von der Planung bis zur Ausführung ist von entscheidender Bedeutung, da sie maßgeblich zur Qualität, Funktionalität und Langlebigkeit eines Gebäudes beitragen. Der Leitfaden liefert eine strukturierte Übersicht über ausgewählte zentrale Schnittstellen im Holzhochbau und bietet praxisnahe Anleitungen zur Planung, Koordinierung und Ausführung. Durch eine kompakte Zusammenfassung bestehender Normen, Richtlinien und bewährter Praxisbeispiele bietet sie eine verlässliche Orientierung in einem zunehmend komplexen Planungsumfeld.