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In den letzten Jahrzehnten sind durch häufige Überschwemmungen neben der unvorstellbaren menschlichen Katastrophe für die Bevölkerung auch hohe materielle Schäden durch Hochwasser, kleinräumige Überflutungen und vermehrt auch durch Oberflächenwasser entstanden. In den betroffenen Gebieten wurden sehr viele Gebäude zum Teil schwer in Mitleidenschaft gezogen – darunter auch viele Holzhausbauten und Holzfertighäuser. Die Gebäudesubstanz der betroffenen Bauwerke bleibt meistens intakt. Die einzelnen Bauteilkonstruktionen, die Einrichtung und die gelagerten Gegenstände werden hingegen durch den eindringenden Schlamm und das Wasser verwüstet oder sogar weitgehend zerstört.

Generell gilt für Holzgebäude in diesem Fall: Das Wasser muss raus aus der Konstruktion! Aus den Erfahrungen der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass Trockenlegungen und Schadenssanierungen von Holzhäusern – unter Berücksichtigung einiger wichtiger Aspekte – sehr rasch möglich und die Gebäude schnell wieder bewohnbar sind.

Dieser Leitfaden stellt eine Unterstützung und Hilfestellung bei der Sanierung von Holz- und Fertighäusern (maximal zwei Vollgeschoße) dar, ersetzt dabei aber nicht die Einschätzungen eines Sachverständigen bzw. Ausführungen einer Fachfirma (Holzbaufirma). Bei größeren Gebäuden (z.B. mehrgeschossiger Holzbau) ist auf alle Fälle ein Sachverständiger und Statiker heranzuziehen.