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Holzfaserdämmstoff

Holzfaserdämmstoff

Holzfaserdämmstoffe sind Dämmstoffe, welche zumindest aus 80 % Holzfasern bestehen, gegebenenfalls unter Hinzufügung von Binde- und/oder Zusatzmitteln werksmäßig hergestellt werden, und vorrangig der Wärme- und Schalldämmung von Gebäuden dienen. Die Produkte werden in Form von Rollen, Matten oder Platten vorwiegend aus Nadelhölzern hergestellt. Als Rohstoffmaterial dafür werden hauptsächlich Resthölzer aus Sägewerken, z.B. Schwarten oder Hackschnitzeln verwendet. In der Herstellung unterscheidet man zwischen dem Nass- und dem Trockenverfahren.

Mineralwolle

Mineralwolle

Mineralwolle ist ein Dämmstoff mit wolliger Beschaffenheit der aus geschmolzenem Stein, Schlacke oder Glas hergestellt wird. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen nicht belastbaren und belastbaren Dämmstoffen. Auf Grund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit, ihrer porösen Struktur und ihrer Elastizität werden sie zur Wärme- und Luftschalldämmung, zur Schallabsorption und zur Trittschalldämmung herangezogen. Dämmstoffe aus Mineralwolle für den Schall- und Wärmeschutz müssen laut der Baustoffliste ÖE des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB) der EN 13162 entsprechen. Die CE-Kennzeichnung hat sich entweder direkt auf dem Produkt selbst oder auf einem an dem Produkt befestigten Etikett zu befinden. Die festgelegten Leistungsanforderungen und Verwendungsbestimmungen sind der ÖNORM B 6000 zu entnehmen.

    
    
   

Zellulosedämmstoff

Zellulosedämmstoff

Zellulosedämmungen werden entweder aus losen, ungebundenen Zellulosefasern oder in Form von Platten angeboten. Sie werden zur Wärme und Schalldämmung als nicht druckbelastbare Dämmschichten verwendet. Die Zellulosefasern werden vorwiegend aus Tageszeitungspapier durch mechanische Zerkleinerung hergestellt. Für Brandschutz und gegen biologischen Befall werden meist mineralische Salze zugesetzt. Zellulosedämmstoff, sowohl lose als auch in Plattenform, werden als Hohlraumdämmung für Wände, Decken und Dächern verwendet. Lose, ungebundene Zellulosefasern werden durch maschinelle Verarbeitung mit Druck in die entsprechenden Hohlräume eingeblasen und verbinden sich dort zu einer kompakten Dämmmatte. Die Verarbeitung findet sowohl in der Vorfertigung als auch auf der Baustelle statt. Das Brandverhalten des Zellulosedämmstoffes muss gemäß EN 13501-1 klassifiziert werden. Die Mindestanforderung an den Dämmstoff als Baustoff ist die Brandklasse E. Es gibt jedoch auch Zellulosedämmstoffe, die unter gewissen Einbaubedingungen die Brandklasse B erfüllen. Die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller sind zu beachten. Zellulosedämmstoff benötigt als Nachweis der Brauchbarkeit eine Europäische Technische Bewertung (European Technical Assessment, ETA). Die CE-Kennzeichnung ist auf der Verpackung oder auf den kommerziellen Begleitpapieren anzubringen.